Atemtherapie

"Je freier man atmet, desto mehr lebt man."
(Theodor Fontane)
Durch die Atemtherapie erfahren Sie Unterstützung bei:
  • Lungenerkrankungen wie Asthma, Chronisch-Obstruktive Bronchitis und Emphysem
  • Herzrhythmusstörungen
  • Verdauungsstörungen
  • Migräne
  • und anderen Gesundheitsstörungen
  • Krankheitsvorbeugung und Entspannung
  • Effektiverer Einsatz des Atems von Sängern, Musikern und Sprechern

Was ist Atemtherapie?

Mit dem Thema "Atem" beschäftigt sich meist nur, wer sich als Sänger, Schauspieler oder auf einem Blasinstrument ausbilden lässt oder wer unter gesundheitlichen Störungen leidet. Dass ein effektives Atmen für Musiker und professionelle Sprecher eine notwendige Voraussetzung ist, ist einleuchtend. Auch Menschen mit Lungenerkrankungen wie Asthma, Emphysem oder chronisch-obstruktiver Bronchitis, aber auch mit Herzrhythmusstörungen und mit psychischen Problemen wird zu einer gezielten Arbeit an ihrer Atmung bzw. einer Atemtherapie geraten. Doch auch jeder andere profitiert von einem Atemtraining: Regelmäßig geübt, wird dadurch die Körperhaltung verbessert, die Stimme gefestigt, Lungenerkrankungen vorgebeugt sowie ein gesundes Körperbewusstsein gefördert. Und nicht zuletzt führt die Beschäftigung mit dem eigenen Atem zu einer angenehmen Entspannung.

Wie wirkt Atemtraining?

Die meisten Menschen zeigen aufgrund von Einflüssen in der Kindheit, Stress oder einer falschen Atemlehre Fehlatmungsformen wie eine Brusthochatmung oder eine fehlgeleitete Vorderbauchatmung. Der wichtigste Atemmuskel, das Zwerchfell, soll sich aber seiner natürlichen Anlage entsprechend frei bewegen können, so dass der ganze Rumpf (auch mit seinen hinteren Anteilen) in die Atmung einbezogen wird. Dies erreicht man durch gezielte Atem- und Körperübungen, mit denen die verschiedenen an der Atmung beteiligten Körperteile erfahren und die Köperhaltung verbessert werden. Dann kann sich eine optimale Atmung einstellen, mit der alle Lungenanteile durchlüftet werden. Bei der Atemarbeit nach Scheufele-Osenberg/Dr. Parow handelt es sich nicht um bloße Selbsterfahrung, sondern der Atemvorgang wird gezielt beeinflusst und verbessert. Wir werden ausgeglichener und können Atem und Stimme gezielt und mit einer effektiven elastischen Spannhalte („Stütze“) zum Singen, Sprechen oder Spielen eines (Blas-) Instrumentes einsetzen.

Die Methode Dr. Parow/Scheufele-Osenberg

Ich wende die Methode von Margot Scheufele-Osenberg und Dr.med. Julius Parow an, siehe Studienbuch Musik "Die Atemschule" von M. Scheufele-Osenberg. Schott Verlag Mainz, ISBN 3-7957-8705-X, Best.-Nr. ED 8705. Dr. med. Julius Parow (1901-1985) war Arzt und entwickelte seinen Ansatz der Atemtherapie während der Arbeit mit asthmakranken Kindern. Margot Scheufele-Osenberg (1913-2005) war ursprünglich Schauspielerin. Sie entwickelte die Atemtherapie weiter, insbesondere in Hinblick auf deren Bedeutung für Künstler. In Düsseldorf leitete sie ein Ausbildungsinstitut, das seit 2003 unter dem Namen "atemart" in Osnabrück von Ruth Brüne weitergeführt wird. Die Atmung nach diesem Ansatz steht im Gegensatz zu den meisten anderen derzeit vertretenen Richtungen. Grundsätzlich wird der Schwerpunkt auf die Ausatmung gelegt, da der Großteil der heutigen Bevölkerung eher zuviel Luft ein- als ausatmet. Die eingeatmete Luft soll "von alleine" einströmen durch das Weiten des entsprechenden Körperraumes. Es wird unterschieden zwischen der "Normalatmung" im alltäglichen Leben und der "Arbeitsatmung" beim Sprechen, Singen oder Musizieren.


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